Helmut Barthel
Stark für Brandenburg.

Etappensieg beim Thema Ultrafeinstaub

Wie sehr steigt die Konzentration von Feinstaubpartikeln in der Luft an, wenn der BER öffnet? Wie wirkt sich das gesundheitlich aus? Und welche Bedeutung und Auswirkung haben eigentlich die so genannten Ultrafeinstaubpartikel in der Luft? Diese Fragen treiben die Menschen im Flughafenumfeld um. Insbesondere das Thema Ultrafeinstaub ist in letzter Zeit zunehmend in den Fokus geraten und wird vermehrt diskutiert.

Auch die beiden Landtagsabgeordneten Tina Fischer und Helmut Barthel, die als direkt gewählte Abgeordnete die Umlandgemeinden des Flughafens vertreten, haben sich schon vor einiger Zeit des Themas Ultrafeinstaub angenommen: „Nicht nur als Landtagsabgeordnete, sondern auch als Mutter von zwei kleinen Kindern betrifft mich das Thema Ultrafeinstaub. Deshalb fordere ich schon lange, dass wir uns mit dem Thema viel intensiver befassen müssen!“ so Tina Fischer, die nicht weit entfernt vom Flughafen in Zeuthen wohnt. „Umso mehr freut es mich, dass jetzt offenbar Bewegung in das Thema kommt!“ so Fischer weiter.

Auf Nachfrage im Landesumweltministerium erfuhren Tina Fischer und Helmut Barthel heute, dass ihr Einsatz für weitere Ultrafeinstaubmessstationen sich offenbar gelohnt hat. Denn auf ihr Drängen hin setzte sich das Land Brandenburg beim Bund für weitere, umfangreiche Messaktivitäten im Flughafenumfeld ein. „Jetzt warten wir gespannt auf die Antwort von Bundesumweltministerium und Bundesumweltamt. Weitere Erkenntnisse im Bereich Ultrafeinstaub – auch für medizinische Grenzwertfestlegungen – sind dringend notwendig und wir hoffen, dass die Bundesregierung uns hier im Flughafenumfeld unterstützt.“ so Helmut Barthel, der westlich des Flughafens in Großbeeren wohnt. „Ein gemeinsames, intensives Forschungsprojekt von Bund und Land ist genau der richtige Weg, um hier endlich voranzukommen. Zahlreiche Kommunalpolitiker und die Menschen in der Flughafenregion hoffen jetzt auf ein starkes Signal!“ bekräftigt Tina Fischer.

Schon seit Frühjahr 2016 waren die Abgeordneten auf eigene Initiative im Dialog mit Prof. Dr. Alfred Wiedensohler, dem Leiter der Abteilung Experimentelle Aerosol- und Wolkenmikrophysik am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung in Leipzig. Seine wissenschaftliche Begleitung und Expertise im Hinblick auf die Auswertung gewonnener Daten war eine wichtige Bereicherung auf dem Weg zu weiteren Messstationen. Professor Wiedensohler war u.a. im Februar 2017 zu einem sehr konstruktiven Gespräch bei der Umweltarbeitsgruppe des BER und hat die Mitarbeiter vor Ort zur genauen Ausgestaltung ihrer Messstrategien beraten. Eine seiner Empfehlungen geht ganz klar in die Richtung, dass zusätzlich zur existierenden stationären Messung in direkter Nähe der Landebahn auch eine Messstation etwa 1-2 km weiter östlich und westlich der Landebahn nötig ist. Denn nur dann sind wissenschaftlich fundierte Ergebnisse möglich, die Rückschlüsse auf die Auswirkungen auf das Flughafenumfeld zulassen.

Nachdem im Sommer 2016 durch die FBB GmbH am Standort Schönefeld ein Messsystem für Ultrafeinstaub in Betrieb genommen wurde, besuchten Tina Fischer und Helmut Barthel schon im Herbst 2016 den Flughafen um die neue Anlage mit den zuständigen Experten vor Ort selbst in Augenschein nehmen. „Wir haben immer darauf gedrungen, dass die Messungen durch die FBB so vorgenommen werden sollen, dass sich Rückschlüsse auf die Ultrafeinstaubkonzentrationen auch im Flughafenumfeld ziehen lassen. Das haben wir auch in einem Landtagsbeschluss nochmals bekräftigt.“ erinnert sich Helmut Barthel. Dazu ergänzt Tina Fischer abschließend: „Wir wollen unbedingt noch vor der Eröffnung des BER weitere Messstationen installieren, um Vergleichsdaten für spätere Auswertungen zur Verfügung zu haben. Dafür werden wir uns mit aller Kraft weiter einsetzen!“