Helmut Barthel
Stark für Brandenburg.

KITA-Sommertour

Eine Sommertour der besonderen Art macht der SPD-Landtagsabgeordnete Helmut Barthel in diesem Jahr: Er besucht vom 17. Juli an Kindertagesstätten in der Region, um direkt vor Ort Anregungen und Vorschläge für die Kita-Politik des Landes Brandenburg zu bekommen.

„Das Zuhören und Anschauen steht für mich im Vordergrund bei den Besuchen“, sagt Barthel. „Die Erzieherinnen und Erzieher, die Kita-Leitungen, Elternvertreter und Träger wissen, welche Herausforderungen sie täglich bewältigen müssen. Ich möchte von Ihnen erfahren, wo der Schuh drückt und was der Landtag tun kann, um bei Lösungen zu helfen.“ Nach dem Auftakt in der Kindertagesstätte "Kleeblatt" in Ludwigsfelde besuchte Barthel die KITA Löwenzahn in Großbeeren.

Die Betreuung in den Krippen und Kindergärten ist seit langem ein Schwerpunktthema für Barthel und die SPD-Fraktion im Landesparlament. In den vergangenen Jahren hat es schon deutliche Verbesserungen gegeben, weitere Schritte folgen in diesem und im nächsten Jahr: So werden noch einmal 500 zusätzliche Erzieherinnen und Erzieher eingestellt, um den sogenannten Betreuungsschlüssel – also die Zahl der Kinder pro Betreuungskraft – bei den 3- bis 6-jährigen weiter zu verbessern, von 12:1 auf 11:1. Bei den Kindern im Alter bis zu drei Jahren wurde der Schlüssel durch Neueinstellungen zuletzt bereits von 6:1 auf 5:1 gesenkt.

Neu ist die Unterstützung für „Kiez-Kitas“ von diesem Herbst an. In Teltow-Fläming können insgesamt sechs Kitas zusätzliches Personal bekommen, um besondere soziale Herausforderungen zu meistern. „Alle Kinder sollen die gleichen Startchancen ins Leben haben, unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern“, sagt dazu Barthel. „Gute Bildung ist das höchste Gut, und sie fängt schon im Kleinkindalter an.“ Deshalb bekommen auch die Leitungen aller Kitas im Land Brandenburg von diesem Herbst an zusätzliche Zeit, um Bildungsprogramme zu planen und Elterngespräche zu führen. Hinzu kommen Investitionen des Landes in die Kita-Gebäude, etwa die Modernisierung von Sanitäranlagen oder mehr Schallschutz.

Brandenburg lässt sich all diese Maßnahmen viel kosten: Ohnehin sind die Ausgaben für den Kita-Bereich binnen zehn Jahren auf fast das Dreifache gestiegen, von 137 Millionen Euro 2008 auf 386 Millionen Euro im kommenden Jahr. Hinzu kommen für die zusätzlichen Maßnahmen noch einmal rund 70 Millionen Euro bis 2019. Davon abgedeckt ist auch die Entlastung der Eltern von Kita-Beiträgen: Das letzte Jahr vor der Einschulung wird ab Herbst 2018 für alle Kinder kostenlos sein. „Das ist der Einstieg in die vollständige Beitragsfreiheit, die wir anstreben“, so der Abgeordnete. „Bildung muss auf Dauer kostenlos sein, von der Kita über die Schule bis zur Universität. Dafür setzt sich die SPD im Landtag ein. Jeder Euro für die frühkindliche Bildung ist richtig und sinnvoll ausgegebenes Geld.“